Jetzt beginnt die Erntezeit für Obst und Gemüse. Wenn Sie keinen eigenen, kühlen Lagerkeller haben, können Sie die Früchte des Gartenjahres auch in einer Erdmiete überwintern.
Die Krönung der Leistungsfähigkeit eines Baumes bleibt seine Fähigkeit, Sauerstoff zu bilden. Gerade in den oftmals eher baumfeindlich gestalteten Städten entstehen absolute Spitzenwerte an Abgaskonzentrationen.
Sommergrüne Heckenpflanzen wie Rot-Buchen (Fagus) behalten ihr Herbstlaub über Winter und stoßen es erst im Frühjahr mit Beginn des Neuaustriebes ab. Das goldbraun gefärbte Laub bricht eisige Winde und ziert zugleich über den gesamten Winter. Buchenhecken sind bewährte und sehr robuste Windschutzpflanzen. Die besten Termine für den Formschnitt größerer Buchenhecken liegen im Juli, wenn die Vogelbrut sicher ausgeschlüpft ist. Es gibt rotlaubige Sorten, die auch während des Sommers ihre dekorative Laubfarbe behalten.
Um die Ausbreitung der gefürchteten Himbeerruten-Krankheit zu verhindern, sollten Sie jetzt, wenn schon nicht direkt nach der Ernte geschehen, abgetragene Ruten an der Basis abschneiden. Lassen Sie pro laufenden Meter maximal 7 bis 8 neue, in diesem Jahr gewachsene Triebe stehen.
Formgehölze sind durch Schnitt handgestaltete Gehölze, z.B. mit runder Kopfform oder als Würfelform. Als "Werkstoff" für Formgehölze kommen - neben den Klassikern Eiben, Liguster und Buchs - auch Blütensträucher und besondere Nadelgehölze in Frage. Über viele Jahre handgestaltete Solitäre schaffen beispielsweise während der tristen Wintermonate wirkungsvolle Kontraste im Garten. Diese Unikate erinnern an übermannshohe Bonsais. Formgehölze sind lebende Gartenskulpturen von hohem Wert, die spannungsreiche Akzente in Ihren Garten setzen.
Ideal zum Lagern von Obstfrüchten wie Äpfel und Birnen ist ein kühler (3 bis 6 °C), aber frostfreier und dunkler Erdkeller zum Beispiel mit einem ausgestampften Lehmboden. Vor dem Einlagern sollte das Obst mehrere Tage im Freien oder in einer Garage ausgekühlt sein. Die relative Luftfeuchte im Keller sollte mindestens 80 % betragen, sonst beginnt das Obst zu schrumpeln. Beim Nachreife bildet das Kernobst Äthylengas, ein Reifungsgas, dass auch daneben gelagertes Gemüse schneller zur Ausreife bringt. Deshalb sollten Sie Obst und Gemüse, wenn möglich, immer getrennt lagern bzw. durch eine Folie abtrennen.
Samen von Euphorbien, Akeleien, Sonnenblumen, Tagetes oder Cerinthen können Sie problemlos ernten, lagern und aussäen. Entweder sammeln Sie die Saat mit der Hand ein oder hängen vor der Samenreife die Blütenstände mit Papiertüten ab, mit denen Sie die Saat auffangen. So geht nichts verloren. Lagern Sie das Saatgut sicherheitshalber einige Wochen im Kühlschrank, damit mögliche Hemmstoffe in den Samen abgebaut werden. Saat mit harter Schale können Sie in einem Wasserbad aufweichen.
Immer mehr Freunde findet der Goldmohn (Eschscholzia) in unseren Breiten. Mit seinen orangefarbenen Blütenhäubchen erinnert er tatsächlich an Mohnblüten. Wenn Sie den Sommerblüher bereits im September aussäen, blühen die Pflanzen im nächsten Jahr früher. Auch die Kornblume dankt eine Septemberaussaat direkt an Ort und Stelle mit einer frühen Blüte. Kornblumen passen zusammen mit dem Goldmohn hervorragend in sonnige Bauerngärten. Sie sorgen lange für Farbe im Beet und sind außerdem dankbare Schnittblumen.
Immergrüne Hecken sollten im Herbst einen letzten Schönheitsschnitt erhalten, damit sie sich während der langen Winterphase von ihrer besten Seite zeigen können. Entfernen Sie zunächst abgestorbene Triebe aus den Heckenwällen. Überlange Triebausreißer, die ihre Spitzen vorwitzig aus den Heckenwällen recken, können Sie mit der Heckenschere zur Ordnung rufen. Vermeiden Sie aber harte Schnitteingriffe, da die Gehölze Wunden jetzt nicht mehr verschließen können und Väterchen Frost Tür und Tor offen stünde. Lassen Sie aus hygienischen Gründen keine Schnittabfälle über Winter in den Hecken liegen.
Einige Blätter im Wasser schaden nicht, aber wenn zuviel Laub in den Teich fällt, kann sein Sauerstoffhaushalt ernsthaft gestört werden und das Teichleben aus dem Gleichgewicht geraten. Fischen Sie Blätter deshalb ab bzw. spannen Sie Netze, die das Herbstlaub fangen, bevor es im Teich Schaden anrichten kann. Algen sollten ebenfalls regelmäßig aus dem Wasser entfernt werden. Empfindliche Pflanzen am Teichrand sollten gegen Frost geschützt werden. Eine Auflage von Nadelreisig leistet hier gute Dienste.
Mit perspektivisch nach innen laufenden Streben eines Spaliers, Holzrahmens oder Mauerreliefs entsteht ein Trompe d'Oeil-Effekt. Er gaukelt dem Auge räumliche Tiefe vor und lässt den Eindruck entstehen, der Garten setze sich hinter einer Wand oder einem Gitter fort. Weitere gestalterische Kniffe sind Fixpunkte. Das menschliche Auge schätzt Entfernungen ab, indem es nach Fixpunkten sucht, die Orientierung bieten. Wenn Sie großes Laub im Vordergrund und kleines Laub oder kurze Nadeln im Hintergrund platzieren, verlängern Sie beispielsweise eine Entfernung.
Die schnellste optische Vergrößerung eines Gartenwinkels erreichen Sie durch einen größeren Spiegel, den sie etwa an einer Hauswand platzieren, wo er eine hübsche Gartensituation reflektiert. Eingerahmt mit attraktiven Fliesen und Skulpturen wird der Spiegel selbst zum Dekorobjekt. Eine Wasserfläche, auch eine kleine, bringt durch ständig wechselnde Spiegelungen zusätzliche Weite ins Gartenparadies.
Dass Pflanzen, die mit einem trockenen Wurzelballen eingepflanzt werden, nicht die in sie gesetzten Erwartungen erfüllen können, ist fast logisch. Zur optimalen Behandlung der Pflanzen gehört das gründliche Wässern schon vor dem Einpflanzen. Nehmen Sie Containergehölze zuerst aus den Töpfen heraus. Die Wurzelballen tauchen Sie so lange in Wasser, bis keine Blasen mehr aufsteigen. Dies dauert in der Regel etwa 1 bis 2 Minuten. Ballierte Pflanzen werden auf gleiche Art und Weise getaucht. Wurzelnackte Gehölze legen Sie komplett oder zumindest mit der Wurzel vor der Pflanzung eine Stunde in ein Wasserbad.
Immer wieder kommt es vor, dass in Baumkronen oder größeren Sträuchern Gabelungspunkte aus gleich starken Ästen entstehen. Gärtner nennen diese Kreuzungspunkte Zwiesel. In ihnen können sich mit der Zeit Mulden bilden, in denen das Regenwasser stehen bleibt. Durch die ständige Feuchte beginnt das Holz zu faulen. Aus Zwieseln werden deshalb leicht Sollbruchstellen für folgenreiche Astbrüche. Entfernen Sie bei der Erziehung Ihrer Gehölze daher rechtzeitig einen der Äste.
Mit ihrer seltenen grünlichweißen Blütenfarbe bringt die Rispen-Hortensie 'Limelight' gestalterische Ruhe in bunte Blütenbeete. Durch jährlichen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr bleiben die Pflanzen dichttriebig und kompakt. Alle Hortensien sind "Wasserschlürfer". Sie brauchen sommerlang eine ausreichende Bodenfeuchtigkeit, damit ihr großes Laub nicht welkt.
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